Bei diesen einfachen Brezel-Chips herrscht Suchtgefahr: Wir haben selten so einen guten Snack gegessen, der noch dazu viele Fliegen mit einer Klappe schlägt. Also: Lasst gleich mal euer Laugengebäck richtig schön alt werden, damit ihr das Rezept bald testen könnt 😉 !
Was uns an diesen Laugenchips so begeistert
Ok, Laugenbrezeln werden bei uns selten alt; wenn das aber doch mal vorkommen sollte, gibt es mit dem Brezelchips-Rezept nun die perfekte Resteverwertungs-Möglichkeit! Mit nur 10 Minuten Aufwand (plus kurzer Backzeit) erhaltet ihr aus trockenem, zähen Gebäck einen unglaublich leckeren herzhaften Snack. Der sich nicht nur wie Cracker oder Grissini zum Knabbern eignet, sondern auch als Suppen-Topping oder als Salat-Croutons. Die Konsistenz ist einmalig: knusprig, crunchy und karamellisiert. Die Honig-Senf-Brezelchips kombinieren Süßes mit Pikantem. Vielleicht habt ihr schon mal amerikanische Pretzel Bites im Supermarkt gesehen. Künftig könnt ihr sowas wie die teuren Snyders Pretzel Pieces Honey Mustard selber machen, und zwar ohne Palmöl, Sojaprotein und Honigpulver 🙂
Diese Zutaten braucht ihr
Falls ihr Lust habt, alte harte Brezeln zu verwerten, benötigt ihr nur ganz einfache Standardzutaten:
Laugenbrezeln, egal ob selbstgemacht oder gekauft. Am besten mindestens vom Vortag, sodass sie schon etwas hart und trocken sind. Notfalls über Nacht offen liegen lassen 😉
Honig oder, wenn es vegan sein soll Ahornsirup, bringt eine dezente Süße und ein tolles Aroma in die Brezelchips; außerdem karamellisiert die Kruste damit leicht.
Öl macht die Brezel-Chips knusprig. Ich verwende entweder neutrales Rapsöl (Olivenöl hat für mich zu viel Eigenaroma) oder noch lieber Rapsöl mit Buttergeschmack.
Senf sorgt für eine ganz leichte Schärfe und die typische Note von Honig-Senf-Brezelchips. Bei mir kommt meist Honig-Senf-Sauce in die Marinade.
Salz und Gewürze wie Paprika, Zwiebelpulver, Chili oder Curry könnt ihr nach Lust und Laue verwenden; ich mag die Laugenchips am liebsten „pur“, nur leicht gesalzen.
Laugenbrezel-Chips in 3 Schritten
Die Zubereitung ähnelt der meiner ebenfalls super leckeren Honig-Salz-Knabbernüsse:
1. Brezeln zerkleinern, und zwar entweder mit einem großen scharfen Messer oder (teils) auch mit der Hand, gerade an den schmalen Stellen kann man sie gut zerbrechen. Ich habe die Brezen in ca. 0.5 cm dünne Scheiben geschnitten und diese am dickeren „Bauch“ nochmal halbiert.
2. Marinade mixen, was am besten in einem Küchenhäcksler oder Food Processor funktioniert, weil sich Honig, Öl und Senf so am besten verbinden.
3. Brezelchips backen, nachdem ihr sie sorgfältig mit der Marinade überzogen habt. Im Ofen werden die Pretzel Pieces goldgelb, bleiben aber teils noch etwas weich.
Meine Geling-Tipps
Verwendet Backpapier: Normal verwende ich gern Silikon-Backmatten auf meinen Blechen, hier solltet ihr aber wie auch für Süßkartoffelchips oder geröstete Kichererbsen klassisches braunes Backpapier verwenden, da die Laugenchips dann nicht in der Marinade „schwimmen“ und knuspriger werden.
Die richtige Backzeit kann ich nur grob angeben, da es stark auf die Größe eurer Stücke und den Ofen ankommt. Bleibt am besten nach ca. 10 Minuten in der Nähe des Ofens und achtet auf die Farbe. Die selbstgemachten Brezel Chips sollten goldgelb sein (zu dunkel werden sie bitter!) und viele auch schon knusprig. Alle anderen werden dann spätestens nach dem Abkühlen crunchy.
So könnt ihr Pretzel Chips aufbewahren
Ihr könnt die Laugenchips aufbewahren, und zwar am besten bei (eher kühler) Zimmertemperatur. Nicht luftdicht verpacken, sodass sie knusprig bleiben. Wenn ein paar Stücke zusammenkleben, einfach auseinanderbrechen. Ich lagere Reste meist offen oder mit nur aufgelegtem Deckel in einem Schüsselchen. Dort halten sie sich 1-3 Tage. Theoretisch auch deutlich länger, aber dann kann sich die Konsistenz ändern. Wir essen sie eh meist komplett direkt aus dem Ofen 😉 – genauso wie Tortillachips, Käse-Cracker, Taralli oder Parmesanchips.
Brezel-Chips
Zutaten
Zubereitung
- Die Brezeln mit einem großen scharfen Messer in kleine Stücke schneiden oder brechen. Die Stücke sollten nicht zu unterschiedlich groß sein.
- Den Backofen auf 165 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Honig, Öl, Senf, Salz und ggf. Gewürz gut miteinander verrühren; entweder mit einem Löffel oder noch besser in einem Küchenhäcksler bzw. Mini-Food-Processor.
- Die Marinade über den Brezelstückchen verteilen und alles gut miteinander vermischen, sodass die Stücke gleichmäßig damit überzogen sind.
- Brezelchips auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Die Chips sollten sich dabei möglichst wenig überlappen. Je nach Größe ca. 12-15 Minuten lang backen, bis sie eine schöne goldgelbe Farbe haben und nicht zu dunkel sind, dabei nach etwa 6 Minuten einmal wenden.
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- Zutaten-Tipps: Die Chips funktionieren am besten mit etwas harten bzw. zähen Brezeln oder Laugenstangen vom Vortag. Ich verwende aus Geschmacksgründen am liebsten Rapsöl mit Butteraroma sowie Honig-Senf-Sauce; neutrales Sonnenblumenöl und mittelscharfer Senf gehen auch. Zum Würzen eignen sich z.B. Paprikapulver, Curry, Ras el Hanout, Zwiebelpulver, Pommesgewürz o.ä..
- Perfekte Konsistenz: Die Chips können nach dem Backen teils noch etwas weich wirken. Sie werden spätestens beim Abkühlen schön knusprig, karamellisiert und crunchy. Am besten auf dem Backpapier abkühlen lassen, damit sie nicht zusammenkleben.
- Aufbewahrung: 1-3 Tage bei Zimmertemperatur am besten in einer Dose oder Schüssel ohne Deckel.
Noch mehr Tipps zu diesem Rezept
Hier findest du Tipps, wie und durch was du Zutaten ersetzen kannst.
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